Das nächste Rennspiel mit Open World. Wird sicher auch Interessant. Forza Horizon präsentiert sich als Spin-Off der Forza-Serie, bietet weniger knallharte Simulation, ist aber kein Fun-Racer. Den Entwicklern ist es sehr wichtig, dass Forza Horizon nicht als Fun-Racer begriffen wird, wie sie uns während eines Hands-On-Tests auf der E3 zu verstehen geben. Forza Horizon liegt derselben Fahrphysik zugrunde wie die bisherigen Serien-Ableger. Anders als in waschechten Arcade-Racern sollen sich die Autos in Forza Horizon sehr unterschiedlich anfühlen. Außerdem gibt es kein "Car Combat", man muss seine Kontrahenten also nicht von der Strecke drängen wie etwa in Need for Speed: Most Wanted. Insgesamt verzeiht Forza Horizon aber mehr Fahrfehler und Kollisionen - alles in allem gestaltet sich der Einstieg schneller und zugänglicher. Die von uns gespielte E3-Demo zu Forza Horizon umfasste eine Strecke in Colorado mit wenigen Kurven. Dafür gab's Gegenverkehr. Der Spieler startet von der letzten Position aus in einer roten SRT Viper, dem Cover-Flitzer des Spiels. Grafisch macht Forza Horizon einen sensationellen Eindruck, es läuft extrem flüssig und hört sich dank eines hippen Soundtracks mit vielen Lizenztiteln großartig an; die Motorensounds klingen ausgesprochen authentisch und wuchtig. In Forza Horizon erwartet euch eine offene Spielwelt, ihr trefft euch zu Events unter freiem Himmel und seid auch erstmals in Forza abseits der Straße, also Off-Road unterwegs. Mit Rennerfolgen verdient ihr Armbändchen und Knete, mit denen weitere Autos, Modi und Events freigeschaltet werden. Während der Rennen poppen immer wieder Nachrichten über abgeschlossene Herausforderungen und erzielte Rekorde auf, dafür erhaltet ihr Erfahrungspunkte. Die gibt es auch für die Zerstörung von Objekten am Streckenrand, wobei es sich entsprechend der ländlichen Strecken eher um Zäune und Straßenschilder handelt; so irre wie in Need for Speed: Most Wanted geht es hier nicht zu. Kollisionen sind meistens nicht das Ende, entsprechend seiner neuen Action-Orientierung bietet einem Forza auch nach einem Auffahrunfall die Chance, noch an die Spitze des Feldes zu fahren. Zumal es eine Replay-Funktion gibt, um Fahrfehler auszubügeln. Als Rahmen für die Rennen dient das Horizon-Festival, eine Art Hub, über den man seine Wagen verwaltet und Tuning vornimmt. Unterwegs lassen sich andere Fahrer dynamisch zu einem Duell herausfordern. Forza Horizon kommt mit Kinect-Unterstützung: Per Spracheingabe lässt sich beispielsweise der Weg zum nächsten Event zeigen. Zum Auto-Lineup wollten die Entwickler noch nicht viel verraten, es wird aber einen deutlichen Fokus auf "Showpiece"-Fahrzeug mit Schauwert und Off-Road-Racer geben. Wer seinen Spielstand aus Forza 3 oder Forza 4 importiert, bekommt zu Beginn zusätzliche Autos spendiert. Forza Horizon macht auf uns den Eindruck einer wunderbaren Einstiegsdroge in eine der wenigen Microsoft'schen Exklusivreihen, die bisher vor allem für ihren elitären Simulationsanspruch bekannt war. Man muss aber sehen, wie dieser neue Action-Fokus mit größerer Einsteigerfreundlichkeit bei den Hardcore-Fans ankommt. Laut Entwicklern sollen die ja ebenso ihren Spaß an Horizon haben, da sich der spielerische Anspruch sehr differenziert anpassen lässt und das Spiel eben kein anspruchsloser Arcade-Racer wird. Mit der E3-Demo hatten wir auf jeden Fall schon jede Menge Spaß. Quelle: http://www.videogameszone.de/Forza-Horiz...box-360-889275/ LG Berndie